100 jahre goseriedebad
26. august bis 23. oktober 2005
Das einzigartige Jugendstilgebäude im Zentrum Hannovers blickt auf 100 Jahre wechselvoller Geschichte als öffentliche Badeanstalt, Schwimmhalle, Treff der Jugendszene sowie Medien- und Kulturzentrum zurück. Bild-, Text- und Filmmaterial der Ausstellung laden ein zur Spurensuche und werden bei manch einem Hannoveraner Erinnerungen wecken.
Das Goseriedebad, das 1905 eröffnet wurde, war mit seiner Frauenschwimmhalle, zwei Männerschwimmbecken (1. und 2. Klasse), 40 Wannenbädern sowie Räumen für Massage, Dampf- und Heißluftbäder eine der modernsten und teuersten öffentlichen Badeanstalten Deutschlands. Im 2. Weltkrieg wurde das Bad stark beschädigt. Mit der Wiedereröffnung des Goseriedebades Anfang der 1950er Jahre und dem immer geringer werdenden Bedarf an öffentlich zugänglichen Wasch- und Baderäumen verschob sich der Schwerpunkt der Nutzung mehr und mehr auf die Schwimmhalle. Da der Betrieb des Bades zunehmend zu einer starken Belastung für die öffentliche Hand wurde, entschloss sich die Stadt 1982 entgegen aller Proteste zur Schließung.
Nach vielen Jahren, in denen das Gebäude leer stand, wurde es in den 1990er Jahren zu einem Medien- und Kulturzentrum umgebaut. 1997 eröffnete die kestnergesellschaft den Ausstellungsbetrieb in den Räumen des ehemaligen Frauenbades und des Eingangsbereiches. Im völlig entkernten Bereich des einstigen Männerschwimmbades 1. Klasse arbeitet heute der Radiosender ffn. Das ehemalige Schwimmbecken 2. Klasse wurde bereits in den 1980er Jahren abgerissen.