Pat Rosenmeier
Black Magnolia #8 (Rembrandt), 2008
Acryllack auf Leinwand
230 x 160 cm
Courtesy ‘DECK – Galerie für aktuelle Kunst, Stuttgart
Janis Avotins
Backwardness, Forwardness, 2006
Acryl auf Leinwand
250 x 360 cm
Courtesy Johnen + Schöttle, Köln/Berlin
infos zur ausstellung
30.05. bis 10.08. 2008
Die kestnergesellschaft präsentiert in der Ausstellung »back to black« eine einzigartige Vielfalt an Arbeiten, um damit die Bedeutung der Farbe Schwarz in der aktuellen Malerei zu untersuchen. Schwarz als Farbe wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder als Realität, als Substanz akzeptiert. Noch im 18. und 19. Jahrhundert war sie akademisch nicht existent und galt sogar als verpönt. Die malerischen Fragen eines Velázques, Rembrandts oder Frans Hals wurden ausgeblendet.
Dennoch sind die Möglichkeiten und der Umgang mit Schwarz als Farbe für viele Maler von jeher eine Herausforderung gewesen. Nicht nur wegen ihrer symbolischen Bedeutung. Das schwarze Quadrat von Malewitsch ist eine Inkunabel der Moderne. Schwarz ist die Abwesenheit der Farben. Allein die Perzeption ist schwierig, weil sich im nuancierten Schwarz kaum Kontraste bilden können und jeder Lichteinfall, als glänzend und somit Weiß reflektiert wird. Von der Schwierigkeit, schwarze Bilder zu fotografieren, ganz zu schweigen. Nach der grandiosen Ausstellung der »Black Paintings« mit Frank Stella, Ad Reinhardt, Mark Rothko, u.a. im Haus der Kunst in München, wollen wir aktuelle Gegenwartskünstlerinnen und -künstler vorstellen, die sich mit der Thematik der schwarzen Bilder beschäftigen. Während die Künstler der New York School alle der Abstraktion verpflichtet waren, bleibt der Fragenkomplex um die Farbe Schwarz bei der Ausstellung »back to black« nicht nur auf abstrakte, ungegenständliche Bilder beschränkt, sondern ist auch in der gegenständlichen Malerei und bei einer Zwischenform, die wir abstrakten Realismus nennen, sichtbar. Die Ausstellung wird 21 internationale Künstlerinnen und Künstler der jüngeren Generation vorstellen:
Pablo Alonso
Janis Avotins
Armin Boehm
Rafal Bujnowski
André Butzer
Philipp Haager
Gregor Hildebrandt
Andreas Hofer
Udomsak Krisanamis
Rezi van Lankveld
Victor Man
Jonathan Meese
Peter Peri
Zbigniew Rogalski
Pat Rosenmeier
Wilhelm Sasnal
Yehudit Sasportas
Emanuel Seitz
Florian Süssmayr
Ned Vena
Thomas Zipp