alija kwade 2

Alicja Kwade
Unter anderer Bedingung
2008
Metall
© die Künstlerin

olaf nicolai

Olaf Nicolai
Samani. (Some Proposals to Answer Important Questions)
2008
Lichtinstallation
© der Künstler und VG-Bildkunst Bonn

larry sultan

Larry Sultan
Isleton
2009
Fotografie aus der Serie homeland
© The Estate of Larry Sultan

Cecily Brown
Couple
2003 - 2004
Öl auf Leinen
228,4 x 203,2 x 3,7 cm
Courtesy: Contemporary Fine Arts Berlin
Fotograf Jochen Littkemann
© Cecily Brown


alicja kwade
9. april bis 24. mai 2010

Für die erste institutionelle Einzelausstellung Alicja Kwades (* 1979 in Kattowitz, Polen), die in Kooperation mit dem Westfälischen Kunstverein in Münster durchgeführt wird, plant die ehemalige Hannoveranerin eine Reihe neuer Arbeiten. Die Künstlerin spielt zumeist mit der produktiven Spannung zwischen der an Minimal Art erinnernden Oberflächenbeschaffenheit ihrer Arbeiten und dem alltäglichen Aspekt ihrer ursprünglichen Verwendung. Kwade bedient sich dabei gezielt dem Medium der Installation und integriert darin aber immer wieder Fundstücke und Alltagsobjekte. So werden Spiegel und Schreibtischlampen in aufwändigen Verfahren galvanisiert, verspiegelt oder lackiert. Aus Alltagsobjekten werden Artefakte, die ihre ursprüngliche Funktion zwar nicht leugnen, diese aber nicht mehr erfüllen können.









olaf nicolai
11. juni bis 22. august 2010

Mit Olaf Nicolai (* 1962 in Halle) präsentiert die kestnergesellschaft einen der erfolgreichsten deutschen Künstler der letzten 20 Jahre. In seiner Arbeit schafft er künstliche Landschaftsräume, verschiebt die Dimension von Konsumgegenständen ins Gigantische und spielt so mit den Begehrlichkeiten unserer Erlebnisgesellschaft. Ausgehend von einem tiefen Interesse an geistes- und naturwissenschaftlichen Prozessen arbeitet der Künstler und promovierte Germanist zudem an deren Darstellbarkeit im ästhetischen Feld der zeitgenössischen Kunst. Olaf Nicolai war sowohl auf der Documenta X (1997) wie auf den Biennalen 49 und 51 von Venedig 2001 und 2005 präsent. In der kestnergesellschaft werden zwei umfangreiche Rauminstallationen realisiert.











larry sultan
11. juni bis 22 august 2010

Mit Werkreihen wie The Valley, in der er die Drehorte der kalifornischen Pornofilmindustrie untersucht hat, ist der amerikanische Fotograf Larry Sultan (* 1946 in New York) zu einem der wichtigsten Protagonisten konzeptueller Fotografie geworden. Sultan interessiert sich für das Leben der amerikanischen Mittelschicht und deren trügerische Anmut. In seiner neuen Bildserie Homeland agieren illegale mexikanische Einwanderer als Darsteller, die u.a. vor einem Einkaufszentrum außerhalb der Stadt ihre Dienste anbieten. Zugleich untersucht der in Kalifornien aufgewachsene Künstler damit die idyllischen Erinnerungslandschaften seiner Kindheit. Das inszenierte Zusammenspiel von Gegensätzen verwischt die Grenzen zwischen Fiktion und Realität. Die kestnergesellschaft präsentiert erstmals in einer institutionellen Einzelausstellung in Deutschland wesentliche Ausschnitte aus Sultans Gesamtwerk.





cecily brown
3. september bis 7. november 2010

Cecily Brown (* 1969 in London) gilt als Shooting Star einer neuen expressiven Malerei. Die in New York lebende Künstlerin übersetzt ihre Motive – oft Landschaften oder erotische Bilder ineinander verschlungener menschlicher Körper – in großformatige, energetische Farbkompositionen. Konkrete Umrisse von Körper oder Gegenständen werden dabei nur angedeutet, lösen sich auf in farbige, ausdrucksstarke Flächen. Browns atmosphärisch dichte Bilder stehen in der Tradition von Malern wie Nicolas Poussin, Edouard Manet, William Hogarth oder Willem de Kooning. In den Räumen der kestnergesellschaft wird sie unter anderem einen neuen Werkzyklus präsentieren. Cecily Brown hatte 2009 eine Einzelausstellung in den Hamburger Deichtorhallen und ist in den Sammlungen so bedeutender Museen wie zum Beispiel des Solomon R. Guggenheim Museum, New York, des Whitney Museum of American Art, New York oder der Tate Gallery, London, vertreten.









nathalie djurberg
3. september bis 7. november 2010

Die Animationsfilme Nathalie Djurbergs (*1978 Lysekil, Schweden) eröffnen dem Betrachter den Blick auf ebenso schöne wie verstörende Szenarien. Ihre Erzählungen setzt die Künstlerin mit scheinbar harmlosen Gestaltungsmitteln um: die selbstgeformten Figuren aus Stoff und Plastilin erwecken den Eindruck eines Puppen- oder Marionettenspiels, erinnern an Knetfiguren aus dem Kinderfernsehen. Nur im ersten Moment wirken sie komisch. Ihre verzerrten und deformierten Körper führen schließlich ein Schauspiel auf, das sich an Themen wie Obsession, Macht, Lust und Gewalt rückbinden lässt. Begleitet werden die filmischen Arbeiten nicht nur durch melodische Vertonungen von Hans Berg, sondern zunehmend auch von installativen und skulpturalen Werken. Für ihren Beitrag zur 53. Biennale in Venedig hat Djurberg in diesem Jahr den Silbernen Löwen als beste Nachwuchskünstlerin gewonnen. In Hannover kennt man sie als Teilnehmerin der Ausstellung Made in Germany.



michael sailstorfer
26. november 2010 bis 6. februar 2011

Michael Sailstorfers (* 1979 in Felden, Fils) Arbeiten kennen die Besucher der kestnergesellschaft bereits aus der Gruppenausstellung Made in Germany im Jahr 2007. Mit zwei raumgreifenden Werken trat der Shooting Star der deutschen Bildhauerszene damals in Erscheinung: einem Ferrari-Reifen und einem Soundsteg als Brücke im Lichtgraben. Sein Interesse gilt zumeist dem Spannungsverhältnis von Statik und Bewegung, den nackten physikalischen Bedingungen der Objekte, die er mit eigenen Ideen und Verwendungsweisen anreichert. Seine Arbeiten gehen weit über die visuelle Wahrnehmung hinaus und sprechen weitere Sinne an – bewegen sich zuweilen gar auf die Grenze des Schmerzes zu. Für seine Einzelausstellung in der kestnergesellschaft wird Sailstorfer, der in München bei Olaf Metzel studiert hat, eine Reihe neuer Werke entwickeln.



joachim koester
26. november 2010 bis 6. februar 2011

Der dänische Künstler Joachim Koester (*1962 in Kopenhagen) arbeitet in den Medien Fotografie und Film. Mit seiner Kamera eignet er sich geschichtlich oder mythisch aufgeladene Orte an und untersucht diese auf ihren gegenwärtigen Status Quo. So untersucht er in The Kant Walks das ehemalige Königsberg und heutige Kaliningrad auf die Spuren hin, die der Philosoph Immanuel Kant im dortigen kulturellen Gedächtnis hinterlassen hat. In seinen neueren Arbeiten interessiert sich Koester vermehrt für Ausdrucksweisen und -gesten des menschlichen Körpers, die sich auf rituelle Handlungen rückführen lassen wie etwa in »Tarantism«. Koester hat 1997 an der Documenta X und 2005 an der Biennale in Venedig teilgenommen.




 
 

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