das haus
"Deutschlands schönstes Ausstellungshaus" titelte die Münchener Abendzeitung, als 1997 der damalige Nds. Ministerpräsident Gerhard Schröder die Räumlichkeiten der kestnergesellschaft in der Goeseriede 11 feierlich eröffnete. Der Umbau des ehemaligen Goseriedebades zu einem zeitgemäßen Ausstellungshaus verbindet die denkmalgeschützten Jugendstilelemente mit zeitgenössischer Architektur und genügt technisch den hohen Anforderungen des modernen Ausstellungsbetriebes. Das Haus verfügt mit 5 Hallen auf 2 Ebenen über insgesamt 1500 m² Ausstellungsfläche.
geschichte des hauses
1902 bis 1905 ließ der Hannoversche Stadtbaurat Carl Wolff das Goseriedebad errichten. Der Mitteltrakt der öffentlichen Badeanstalt wurde 1943 im Zweiten Weltkrieg zerstört und von 1947 bis 1953 wieder aufgebaut. Nach der Neueröffnung blieb das Bad bis 1982 in Betrieb. Im selben Jahr stellte die Stadt die historische Jugendstilfassade unter Denkmalschutz. 1990 erwarb die Verlagsgesellschaft Madsack das Gebäude. Die Gebäudeteile des ehemaligen Damenbades und die Eingangshalle mit sämtlichen Nebenräumen bot man der kestnergesellschaft zur Nutzung an. 1992 konnte mit Unterstützung der NORD/LB ein internationaler Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden. Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Peter P. Schweger vergab den ersten Preis an die Hannoverschen Architekten Kai-Michael Koch, Anne Panse und Christian Hühn. Ihr Entwurf wurde dann in Zusammenarbeit mit den Kuratoren der kestnergesellschaft weiterentwickelt und umgesetzt. Das Gebäude wurde 1997 vom BDA Niedersachsen ausgezeichnet.
ausstellungsräume
Insgesamt sind in der kestnergesellschaft fünf Hallen, einzeln oder im Verbund, für vielfältige Ausstellungskonzepte nutzbar. Eine technisch hoch entwickelte Ausstattung macht entsprechende Verwandlungen der Räume in kurzen Bauzeiten möglich. Zum Equipment zählt beispielsweise ein engmaschiges und unsichtbares Netz von Stromanschlüssen in Böden, Wänden und Decken. Die Seitengalerien in den Hallen II und III können fugenlos geschlossen werden, so dass nach außen Wände entstehen und innen kleine Ausstellungskabinette. Die insgesamt 12 Eingänge der Claussen-Halle sind ebenfalls fugenlos verschließbar. Bei der Planung des Umbaus wurde auch daran gedacht, die nötige Infrastruktur für das Be- und Entladen von Kunsttransporten zu schaffen, mit möglichst kurzen und problemlosen Wegen vom LKW in die Ausstellungsräume. Durch deckenhohe Tore im Parterre und im Obergeschoss und einen großen Aufzug kommen die Kunstwerke so sicher und schnell in die Ausstellungen.